Focus Stacking

Ich habe ein paar Fingerübungen zum Thema Focus Stacking gemacht.

Dabei werden mehrere Bilder per Software übereinandergelegt und von jedem Bild der scharf eingestellte Bereich in das endgültige Bild übernommen.

Weil sie sich nicht so schnell bewegen, habe ich Pflanzen als Motiv gewählt und zum Ausprobieren die Software Combine ZP genutzt.  Nachdem es die Makroabteilung des Fotokoffers hergibt, habe ich das Balgengerät verwendet. Im Olympus Balgengerät ist praktischerweise der Fokussierschlitten mit eingebaut.

Mit dem Thema hatte ich mich schon letztes Jahr befasst, allerdings mit eher bescheidenem Ergebnis. Vermutlich lag es daran, dass Combine ZP mit der Änderung der Perspektive beim Fokussieren im Nahbereich Schwierigkeiten hatte. Wenn das Motiv nur 5 cm von der Frontlinse entfernt ist, dann ändert sich die Perspektive schon erheblich, wenn man die Schärfentiefe durch annähern an das Motiv um einen Zentimeter erhöhen will.

Dieses Mal habe ich den Abstand zwischen Motiv und Frontlinse konstant gehalten, d.h. zum Erzeugen des Stacks nur die Kamerastandarte verschoben. Begonnen habe ich mit dem maximalen Auszug, also der Scharfeinstellung auf dem vorderen Ende des Objekts, weil dies den kleinsten Bildausschnitt ergibt. Das ist dann auch der endgültige Bildausschnitt.

Um den durch das Stacking erreichten Effekt zu zeigen habe ich vom ersten Stack das dritte Bild zum Vergleich vorangestellt. Da es hier um die Schärfentiefe geht, das Foto wurde einer Belichtungszeit von 1/2s bei Blende 11 und ISO 200 gemacht.

_DSC9158

dsc9156_9168 dsc9185_9200 dsc9255_9266 dsc9268_9303 Lavendel Brombeerblüte Erdbeere Zitronenmelisse

Architektur der späten 60er Jahre: Beton in Wörth am Rhein

Als sich Ende der 60er Jahre die Firmen Daimler-Benz und Mobil-Oil in Wörth am Rhein ansiedelten, verwandelte sich das Fischerdorf in eine Kleinstadt. Auf dem Dorschberg entstand neben dem alten Ortskern ein Zentrum mit Schulen, Rathaus, Einkaufsmöglichkeiten und Wohngebiet darum herum. Wer wegen des Namens nach einem Berg sucht, wird nicht fündig werden. Der Dorschberg liegt zwar etwas höher als der Rhein, ist wie die gesamte Rheinebene aber eher flach gebaut.

Zu der Zeit, als auf dem Dorschberg fleißig gebaut wurde, war Sichtbeton gerade sehr in Mode. Es hat mich nicht sehr gewundert, als ich herausfand, dass dieser Architekturstil mit Brutalismus bezeichnet wird. Ein Gefühl der Wärme und Romantik will sich beim Betrachten zumindest bei mir nicht einstellen. Ich musste übrigens niemanden vertreiben, um Bilder von einer menschenleeren Kulisse zu machen. Das sieht an jedem normalen Sonntag Nachmittag so verlassen aus.

Vor ziemlich genau 30 Jahren bin ich dort auf dem Gymnasium zur Schule gegangen, das zu der Zeit noch nicht Europa-Gymnasium sondern nur Staatliches Gymnasium hieß. Gut, dass ich zu dieser Zeit noch nicht wusste, dass meine Schule im Baustil des Brutalismus erbaut wurde….

_DSC8659 _DSC8660 Rathaus in Wörth am Rhein _DSC8663 Rathausplatz in Wörth am Rhein _DSC8665 Europa-Gymnasium Wörth am Rhein _DSC8667 _DSC8668

 

Brügge sehen und Waffeln essen

Wenn wir uns schon in Belgien am Meer herumtreiben, darf ein Besuch in Brügge nicht fehlen. Wir haben nämlich einen großen Fan des Films „Brügge sehen und sterben“ in der Familie. Eigentlich war der Film der Anlass, warum wir überhaupt nach Belgien gefahren sind. Auch wenn die beste Ehefrau von allen das nie zugeben wird.

Beim Spaziergang durch die Altstadt von Brügge ist mir aufgefallen, dass ich unbedingt noch einen stabilen Selfiestock brauche, um daran die Kamera zu befestigen. Ohne Selfiestock ist ein Tourist so gut wie nackt unterwegs.

_DSC7766 _DSC7768-1 _DSC7787 _DSC7794 _DSC7797 _DSC7803 _DSC7805