Schlagwort-Archive: Canon 1:4.0 17mm

Beklemmung im Klemmhof

Der Klemmhof in Neustadt an der Weinstraße ist ein Mitte der Siebziger Jahre im Rahmen einer  großflächigen Altstadtsanierung im Stadtkern entstandener Gebäudekomplex aus Eigentumswohnungen und Ladengeschäften. Das gesamte Sanierungsprojekt war seinerzeit wohl ziemlich umstritten, zu der Zeit habe ich noch nicht in Neustadt gewohnt und es deshalb nicht live miterlebt.

2009 machte der Klemmhof noch einmal Schlagzeilen, weil er durch Grundwasser unterspült war und wegen akuter Einsturzgefahr komplett evakuiert werden musste.

Das Fundament unter der Erde ist fotografisch natürlich nicht zugänglich, daher soll es hier mehr um den über der Erde liegenden Teil des Klemmhofs gehen. Seit ich den Klemmhof kenne, stehen in der Einkaufspassage die Ladengeschäfte größtenteils leer und ich habe den Eindruck, dass es dort immer leerer wird. Der Klemmhof ist sozusagen ein „Lost Place“ mitten in der Innenstadt.

Die folgenden Aufnahmen sind an einem Samstag Nachmittag sechs Wochen vor Weihnachten aufgenommen. Es war nicht notwendig, die mit Weihnachtseinkäufen beschäftigten Menschenmassen aus dem Gebäude zu verjagen, denn es war dort genau so beklemmend leer, wie es auf den Fotos zu sehen ist.

Stadtbücherei im Klemmhof Leerstehende Geschäfte im Klemmhof _dsc0531 _dsc0532 Treppe im Klemmhof _dsc0534 Treppe zur Stadtbibliothek in Neustadt an der Weinstraße

Thema im Fotoforum Neustadt: Herbstfarben

Das Thema im Fotoforum Neustadt für die Monate Oktober und November lautete Herbstfarben. Jetzt findet dieses Thema tatsächlich den Weg hier in den Blog, nachdem ich es schon vor vier Wochen angekündigt habe.

Im Nebel vor der Pauluskirche in Hambach._dsc0427

Kirschbaum am Straßenrand._dsc0443

Äpfel im Laub eines Gingkobaums._dsc0511

Am Eingang zum Hambacher Schwimmbad sammeln sich die Blätter im Drehkreuz._dsc0591

Anschließend folgen noch drei Bilder, die ich bereits vor zwei Jahren von der Terasse des Hambacher Schloss aus gemacht habe. Die Fotos habe ich noch einmal neu überarbeitet. Mit der Ausarbeitung direkt nach der Aufnahme war ich schon immer unzufrieden. Meine Kenntnisse über Bildbearbeitung mit Rawtherapee waren zu der Zeit einfach nicht ausreichend._dsc3640-1 _dsc3647-2 _dsc3649

Architektur der späten 60er Jahre: Beton in Wörth am Rhein

Als sich Ende der 60er Jahre die Firmen Daimler-Benz und Mobil-Oil in Wörth am Rhein ansiedelten, verwandelte sich das Fischerdorf in eine Kleinstadt. Auf dem Dorschberg entstand neben dem alten Ortskern ein Zentrum mit Schulen, Rathaus, Einkaufsmöglichkeiten und Wohngebiet darum herum. Wer wegen des Namens nach einem Berg sucht, wird nicht fündig werden. Der Dorschberg liegt zwar etwas höher als der Rhein, ist wie die gesamte Rheinebene aber eher flach gebaut.

Zu der Zeit, als auf dem Dorschberg fleißig gebaut wurde, war Sichtbeton gerade sehr in Mode. Es hat mich nicht sehr gewundert, als ich herausfand, dass dieser Architekturstil mit Brutalismus bezeichnet wird. Ein Gefühl der Wärme und Romantik will sich beim Betrachten zumindest bei mir nicht einstellen. Ich musste übrigens niemanden vertreiben, um Bilder von einer menschenleeren Kulisse zu machen. Das sieht an jedem normalen Sonntag Nachmittag so verlassen aus.

Vor ziemlich genau 30 Jahren bin ich dort auf dem Gymnasium zur Schule gegangen, das zu der Zeit noch nicht Europa-Gymnasium sondern nur Staatliches Gymnasium hieß. Gut, dass ich zu dieser Zeit noch nicht wusste, dass meine Schule im Baustil des Brutalismus erbaut wurde….

_DSC8659 _DSC8660 Rathaus in Wörth am Rhein _DSC8663 Rathausplatz in Wörth am Rhein _DSC8665 Europa-Gymnasium Wörth am Rhein _DSC8667 _DSC8668

 

Brügge sehen und Waffeln essen

Wenn wir uns schon in Belgien am Meer herumtreiben, darf ein Besuch in Brügge nicht fehlen. Wir haben nämlich einen großen Fan des Films „Brügge sehen und sterben“ in der Familie. Eigentlich war der Film der Anlass, warum wir überhaupt nach Belgien gefahren sind. Auch wenn die beste Ehefrau von allen das nie zugeben wird.

Beim Spaziergang durch die Altstadt von Brügge ist mir aufgefallen, dass ich unbedingt noch einen stabilen Selfiestock brauche, um daran die Kamera zu befestigen. Ohne Selfiestock ist ein Tourist so gut wie nackt unterwegs.

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